Nordkorea meldet den ersten Todesfall durch Covid-19

In Nordkorea wurde der erste Todesfall durch Covid-19 bestätigt, und die staatlichen Medien fügten hinzu, dass Zehntausende weitere Menschen an Fiebersymptomen leiden.
 Tarih: 13-05-2022 09:01:21   Güncelleme: 13-05-2022 09:05:21
Nordkorea meldet den ersten Todesfall durch Covid-19

Wie die staatlichen Medien am Freitag berichteten, starben sechs Menschen an Fieber, von denen einer positiv auf Omikron getestet wurde.

Demnach wurden 187.000 Menschen mit Fieber "isoliert und behandelt".

Obwohl Experten davon ausgehen, dass das Virus schon seit einiger Zeit im Lande ist, gaben die Behörden die ersten Fälle erst am Donnerstag bekannt.

Sie erklärten, in der Hauptstadt Pjöngjang sei die Omikron-Variante ausgebrochen, und kündigten Quarantänemaßnahmen an. Genaue Fallzahlen wurden nicht genannt.

Am Freitag berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA, dass sich der Ausbruch über die Hauptstadt hinaus ausbreitet. "Ein Fieber, dessen Ursache nicht ermittelt werden konnte, breitete sich seit Ende April explosionsartig im ganzen Land aus", hieß es.

Ungefähr 350.000 Menschen hätten Anzeichen dieses Fiebers gezeigt, fügte sie hinzu, ohne anzugeben, wie viele von ihnen positiv auf Covid getestet worden seien.


Laut Analysten deuten die jüngsten Zahlen der staatlichen Medien, einschließlich der Bestätigung, dass sich das nicht näher bezeichnete Fieber landesweit ausgebreitet hat, darauf hin, dass das Land einen Ausbruch erlebt, wie es ihn bisher noch nie gegeben hat.

Die Bevölkerung des 25 Millionen Einwohner zählenden Landes ist nach Ansicht von Experten aufgrund des fehlenden Impfprogramms und der schlechten Gesundheitsversorgung besonders gefährdet.
Im vergangenen Jahr lehnte Nordkorea Angebote der internationalen Gemeinschaft ab, Millionen von Impfstoffen der Firma AstraZeneca und aus China zu liefern. Stattdessen behauptete Nordkorea, es habe Covid kontrolliert, indem es seine Grenzen Anfang Januar 2020 abriegelte.

Nordkorea hat gemeinsame Grenzen mit Südkorea und China, die beide mit Ausbrüchen zu kämpfen hatten. China kämpft derzeit mit der Eindämmung einer Omikron-Welle, indem es die größten Städte des Landes abriegelt.

Am Freitag meldete KCNA, dass der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un ein Gesundheitszentrum besucht und "von der landesweiten Ausbreitung von Covid-19 erfahren" habe.

Er bezeichnete die Situation als "unmittelbare Krise der öffentlichen Gesundheit".
Diese Zahlen sind ein erster Hinweis darauf, dass sich das Virus weit über die Hauptstadt Pjöngjang hinaus im ganzen Land ausgebreitet hat.

Damit ist die gesamte Bevölkerung von 25 Millionen Menschen gefährdet. Niemand ist geimpft, viele sind unterernährt, und das Gesundheitssystem ist schwach.

Doch das Virus selbst stellt vielleicht nicht die größte Gefahr dar. Die Abriegelung könnte verheerende Folgen für die Menschen haben.

Lebensmittel und Medikamente sind bereits knapp, da die Behörden versuchen, das Virus fernzuhalten - sie haben die Grenzen des Landes seit mehr als zwei Jahren abgeriegelt und praktisch den gesamten Handel abgeschnitten.

Bisher ist nicht bekannt, wie aggressiv diese Abriegelungen sein werden und ob die Menschen in ihren Häusern bleiben müssen.

Kim Jong-un möchte, dass ein Teil der Arbeit weitergeht. Aber es ist gut möglich, dass die Märkte, auf denen viele ihren Lebensunterhalt verdienen, geschlossen werden. Außerdem wird es für die Menschen schwieriger werden, sich im Land zu bewegen. Dadurch wird es für sie noch schwieriger werden, an die zum Überleben notwendigen Lebensmittel und Vorräte zu gelangen.

Mit der heutigen Veröffentlichung dieser Zahlen zeigt Nordkorea, dass es vielleicht endlich bereit ist, Hilfe von außen anzunehmen.

Bei einer Sitzung, auf der am Donnerstag neue Covid-Regeln vorgestellt wurden, wurde Kim im Fernsehen vermutlich zum ersten Mal mit einer Gesichtsmaske gesehen.

Er ordnete " strengste Notfallmaßnahmen " zur Eindämmung des Virus an, zu denen offenbar auch örtliche Abriegelungen und Versammlungsbeschränkungen an Arbeitsplätzen gehören.

Es wird befürchtet, dass ein größerer Ausbruch des Virus die Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Gütern noch weiter erschweren und damit die Lebensmittelknappheit und die schwächelnde Wirtschaft noch verschlimmern könnte.

Südkorea hat nach eigenen Angaben nach der Ankündigung vom Donnerstag humanitäre Hilfe angeboten, aber Pjöngjang hat darauf noch nicht reagiert.

Obwohl Nordkorea früher behauptete, es habe "glänzende Erfolge" bei der Abwehr von Covid erzielt, gab es während der gesamten Pandemie Anzeichen für dessen mögliche Präsenz im Land, darunter unbestätigte Berichte über Fälle und Arbeiter, die Schutzanzüge trugen.|©DerVirgül

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