US-Politiker reagieren mit beleidigenden Kommentaren auf Van der Bellens Kopftuch-Äußerung von 2017
Die Aussage des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen aus dem Jahr 2017 ist nach einigen Jahren wieder in den Fokus geraten. Van der Bellens damalige Worte zum Kopftuch wurden von einigen US-Politikern scharf kritisiert.
Bundespräsident Van der Bellen hatte 2017 in der von ORF ausgestrahlten Sendung „Report“ die Kleidungsfreiheit von Frauen thematisiert und auf die zunehmende Islamophobie hingewiesen.
Van der Bellen betonte, dass Frauen selbst entscheiden sollten, wie sie sich kleiden, und dass dies nicht nur für muslimische Frauen gelte, sondern jede Frau ein Kopftuch tragen könne.
Außerdem sagte er, dass, sollte sich dieser Trend fortsetzen, alle Frauen gebeten werden könnten, ein Kopftuch zu tragen, um Solidarität mit Frauen zu zeigen, die aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen.
Die Äußerungen sorgten in Österreich für großes Aufsehen, worauf Van der Bellen kurz darauf in einer öffentlichen Stellungnahme erklärte, seine Worte seien „ein Fehler“ gewesen.
Beleidigender Beitrag eines US-Politikers
Auch die Kritik aus den USA fiel scharf aus. Der republikanische Kongressabgeordnete Andy Ogles (Jahrgang 1971, Vertreter des Bundesstaates Tennessee im Repräsentantenhaus und zuvor Bürgermeister von Maury County) reagierte gestern auf Social Media auf Van der Bellens Aussagen und betonte, die USA würden sich nicht dem Islam beugen. In seinem Beitrag war zudem eine Beleidigung gegen Van der Bellen zu erkennen.
Zuvor hatte auch der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, Van der Bellens Worte von 2017 kritisiert und den Bundespräsidenten der „Verantwortungslosigkeit“ beschuldigt.
Unterdessen gab das Büro des österreichischen Bundespräsidenten auf Anfrage der [Austria Presse Agentur] APA keine offizielle Stellungnahme zu den Kritiken ab. | © DerVirgül
