Stellungnahme zum Die-Presse-Bericht: „Zwischen ATIB und UID hat kein Geldfluss stattgefunden“

Stellungnahme zum Die-Presse-Bericht: „Zwischen ATIB und UID hat kein Geldfluss stattgefunden“

Der von Die-Presse-Journalist Manfred Maurer am 22. September 2026 veröffentlichte Bericht „IGGÖ-Verband sponsert Erdogan-Verein“ hat eine Stellungnahme von Dr. Nihat Koca und Esref Cakmak ausgelöst. Die beiden weisen insbesondere die Darstellung zurück, wonach ATIB 10.000 Euro an die Union Internationaler Demokraten (UID) oder zu deren Unterstützung geleistet habe. 

Der am 22. September 2026 in der Die Presse veröffentlichte Bericht des Journalisten Manfred Maurer erweckt nach Ansicht von Dr. Nihat Koca und Esref Cakmak in seiner Gesamtdarstellung den Eindruck, dass innerhalb des ATIB-Umfelds politische Einflussnahme, unzulässige Geldflüsse und weitere schwerwiegende Missstände vorlägen. 

Dieser Gesamteindruck entspreche jedoch nicht den Tatsachen, erklären Koca und Cakmak in einer schriftlichen Stellungnahme. 

Insbesondere weisen sie die zentrale Darstellung zurück, wonach ATIB 10.000 Euro an die Union Internationaler Demokraten (UID) oder zu deren Unterstützung geleistet habe. 

„Zwischen ATIB und der UID hat kein Geldfluss stattgefunden.“ 

Die in dem Bericht hergestellte Verbindung zu einer Finanzierung oder Unterstützung eines anderen Vereins sei daher sachlich nicht gerechtfertigt, heißt es in der Stellungnahme. 

Hinweis auf frühere Funktionen 

Der Bericht verknüpft die Darstellung mit der damaligen Funktion von Dr. Nihat Koca im Zusammenhang mit der ZSU Trade GmbH sowie von Esref Cakmak im Zusammenhang mit der ATIB Union. 

Dazu stellen Koca und Cakmak klar, dass Dr. Nihat Koca nicht mehr Vorsitzender der ZSU Trade GmbH und Esref Cakmak nicht mehr Vorsitzender der ATIB Union ist. 

„Ungeachtet dessen können und wollen wir nicht akzeptieren, dass durch eine einseitige und in ihrer Gesamtwirkung unzutreffende Berichterstattung unsere Person, unsere frühere Funktion sowie die betroffenen Verbände unter einen pauschalen Verdacht gestellt werden“, heißt es weiter. 

Kritik an der Gesamtdarstellung 

Neben der behaupteten Zahlung enthalte der Beitrag zahlreiche weitere Vorwürfe und Andeutungen. Diese würden aus Sicht der beiden so zusammengeführt und präsentiert, dass beim Publikum der Eindruck eines systematischen Fehlverhaltens entstehe. 

„Gerade dieses Gesamtbild ist nicht sachgerecht, nicht ausgewogen und nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechend“, erklären Koca und Cakmak. 

Sie verweisen zudem darauf, dass das in diesem Zusammenhang geführte Ermittlungsverfahren von der zuständigen Staatsanwaltschaft eingestellt worden sei. 

Auch dieser Umstand stehe einer Darstellung entgegen, die beim Publikum den Eindruck eines fortbestehenden oder erwiesenen strafrechtlich relevanten Fehlverhaltens der betroffenen Personen oder Verbände erwecke. 

Forderung nach Korrektur 

Von einem Qualitätsmedium wie Die Presse sei zu erwarten, dass journalistische Sorgfaltspflichten eingehalten würden. Dazu gehörten insbesondere die sorgfältige Überprüfung belastender Tatsachenbehauptungen, die klare Trennung zwischen gesicherten Fakten, Vorwürfen und Bewertungen sowie die angemessene Berücksichtigung der Stellungnahmen der Betroffenen. 

Eine Berichterstattung, die namentlich genannte Personen und Verbände mit gravierenden Vorwürfen verknüpfe, könne deren Ansehen nachhaltig beeinträchtigen. Dies wiege besonders schwer, wenn Organisationen betroffen seien, die seit mehr als vierzig Jahren einen Beitrag für die Gesellschaft und das friedliche Zusammenleben leisteten. 

Koca und Cakmak fordern Die Presse daher auf, die aus ihrer Sicht unrichtigen Darstellungen und den dadurch entstandenen irreführenden Gesamteindruck unverzüglich richtigzustellen und ihre Stellungnahme in angemessener Weise zu veröffentlichen. 

Die rechtliche Prüfung weiterer Schritte bleibe ausdrücklich vorbehalten. 

Dr. Nihat Koca und Esref Cakmak | ©DerVirgül 

Yayınlama: 26.09.2026
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